Willkommen auf meiner Seite

 

Jetzt ist endlich mal eine Total-Renovierung angesagt!

Ich werde die Seite in den nächsten Wochen ergänzen verändern, doch möchte ich nicht damit warten, bis alles ins Detail steht (wohl einfach ne Jungfraugeborenen-Krankheit, der Perfektionismus).

Ich bin immer noch die Lisa Lemberg, die irgendwann mal angefangen hat zu Schreiben. Seit damals hat sich viel verändert, vielleicht hat mich das Schreiben weitergebracht, vielleicht hat das Leben mein Schreiben gewandelt, wie auch immer... ist eigentlich egal

Meine Geschichte: "Der Riss" ist immer noch gültig, nur habe ich mittlerweile den Riss verbreitert, das Tor ein wenig geöffnet. Von der großen Einheit bin ich immer noch weit, weit entfernt, aber inzwischen glaube ich, dass es egal ist, auf welcher Seite des Risses ich steh. Weil die Einheit ja keine Risse und Grenzen kennt...

Der Riss

Sommerferien. Nackte Füße auf warmer Erde. Endlos gespannter Himmel beschützt und begleitet unsere Spiele im großen Park. Fangen, Verstecken, Puppenspielen, Baden im Brunnen (natürlich nicht erlaubt aber deshalb nicht weniger vergnüglich).
Ich lasse mich ins weiche, duftende Gras fallen, strecke mich und sehe den Schmetterlingen und anderen Insekten zu. Ich bin glücklich.
Ich denke: "So sollte es für immer bleiben!" Da greift ein kalter Wind nach mir. Ich erschrecke, weil mir bewusst wird, dass es nicht immer so bleiben wird. Verzweifelt bete ich: "Lieber Gott, bitte mach, dass ich niemals älter werde. Ich möchte für immer acht Jahre alt bleiben." Meine Freundinnen fragen mich, warum ich plötzlich so still bin. Ich antworte nicht und gehe nach Hause. Ich erzähle niemandem von meinem Schmerz.
Das war der Anfang vom Ende meiner Kindheit. Der Riss war da, mal breiter, mal fast nicht erkennbar.
Seit dieser Zeit bin ich wohl dabei, den Riss wieder zu schließen. Die Verlorenheit im Angesicht der Vergänglichkeit zu überwinden.
Dabei hilft mir die Nähe zu anderen Menschen - aber nur bedingt. Vor allem durch Tai Chi gelingt es mir immer wieder, einen Zipfel der Unendlichkeit zu halten - für kurze Zeit.
Aber auch Schreiben, Tanzen und Bergwandern... bringen mich ein Stück zurück, zu der Erleuchtung, die in mir ist wie in jedem Menschen. Zurück zu der Geborgenheit, die immer da ist, die ich oft nur nicht fühlen kann.
Vielleicht sollte ich nicht versuchen, den Riss zu schließen. Sondern ihn verbreitern, mehr und mehr... bis es nur noch den Riss gibt.... der dann alles ist. Ununterbrochen? Die große Einheit muss ja auch "hinter dem Riss" zu finden sein. 

Das bin ich also, auf dem Weg... mal wild, mal sanft. Heiter oder trübsinnig. Liebevoll und manchmal auch gemein... dahin wo ich herkomme. Bin gespannt, wohin mich mein Weg noch führt.